Für deine persönliche Feldforschung: Das ultimative Emotional Intelligence Tool
Wenn es um berufliche und persönliche Weiterentwicklung geht, beginnt alles mit einem Blick nach innen: Seit vielen Jahren empfehlen wir unseren Kund:innen und Kolleg:innen, sich selbst durch persönliche Feldforschung besser auf die Spur zu kommen: durch aufmerksames Beobachten, Beschreiben und Festhalten eigener emotionaler Reaktionen auf das, was sie Berufsalltag erleben: Aufgaben und Tätigkeiten, Begegnungen, Ereignisse, Gespräche. etc.
Besonders aufschlussreich sind dabei emotionale Reaktionen wie Neugier, Begeisterung, Lebendigkeit oder Inspiration. Sie sind die besten Wegweiser zu dem, was uns wirklich interessiert und antreibt. Wer diese Signale wahr und ernst nimmt, kann sie als Ausgangspunkt für gezieltes Experimentieren für die Potenzialentfaltung und persönliche Entwicklung nutzen.
Doch genau hier stoßen viele auf Schwierigkeiten. In unserer Arbeit erleben wir häufig, wie schwer es Menschen fällt, eigene Emotionen bewusst wahrzunehmen, sie präzise zu benennen und schriftlich zu reflektieren. Auf die Frage »Wann warst du zuletzt neugierig?« hören wir leider oft nur ein ratloses »Keine Ahnung – ist schon lange her.«
Dabei liegt das Problem weniger an einem durchgehend langweiligen Joballtag, sondern an einem kulturell erlernten Muster: Wir haben verlernt, differenziert über unsere Emotionen zu sprechen und verfügen daher nur über ein sehr begrenztes Emotions-Vokabular. So bleibt es bei der Frage »Wie geht es mir in dieser Situation« oft bei groben Einordnungen wie »ganz gut« oder »nicht so gut.« Müßig zu sagen, dass dies deine Feldforschung als Vorbereitung für das eigene Experimentieren und Weiterentwickeln deutlich einschränkt.
Emotionen als Informationsquelle – der Mood Meter
Wir waren daher froh, vor Jahren auf das RULER-Programm von Marc Brackett, Ph.D. zu stoßen, das u.a. den Mood Meter, ein sogenanntes Emotional Intelligence Tool beinhaltet, das wir seitdem selbst nutzen und auch anderen immer wieder als hilfreiches Werkzeug weiterempfehlen. Der Mood Meter, wie auch as RULER-Programm, dargestellt im Buch Permission to Feel, unterstützt dich darin, deine eigenen emotionalen Reaktionen bewusster und systematischer wahrzunehmen, differenzierter zu benennen und einzuordnen. Ziel dabei ist, dass du lernst, deine Emotionen als wichtige Informationsquellen zu nutzen. Ob für das Herausfiltern deiner Neugier zum Zwecke deiner Potenzialentfaltung, ob als Grundlage besserer Entscheidungen, für dein kreatives Entwickeln oder um insgesamt mehr physisches und psychisches Wohlbefinden zu erreichen.
Bei Anwenden des Mood Meters hilft dir das differenzierte Emotions-Vokabular – u.a. »überrascht, inspiriert, enthusiastisch, lebhaft, angeregt, spielerisch« – deine Momente der Neugier klarer beschreiben und unterscheiden zu können. Das erleichtert es dir zu entscheiden, was dich gerade am meisten bewegt, um z.B. ein Experiment dazu aufzustellen und mehr darüber zu erkunden. Je mehr du dich dabei mit dem Vokabular des Mood Meters vertraut machst, umso bewusster nimmst du mit der Zeit auch deine emotionalen Reaktionen im beruflichen Alltag und darüber hinaus wahr. Besseres Wahrnehmen führt dann wieder zu besserer Nutzung als wertvolle Informationsquelle – ein klassischer Reinforcing Loop.
Warum unser Emotionsvokabular so begrenzt ist
Dass vielen Menschen die Sprache für ihre Gefühle fehlt, ist kein Zufall. sondern hat historische und kulturelle Gründe: Insbesondere in beruflichen Kontexten wurde und wird Rationalität auch heute noch überbetont. Über Jahrzehnte galt in der Arbeitswelt das Ideal des Homo Oeconomicus – rational, effizient, emotionslos. Gefühle galten als hinderliche Sentimentalität, bestenfalls als »menschlicher Faktor«, den man stets unter Kontrolle haben sollte.
Erst in den letzten Jahren rückte emotionale Intelligenz stärker in den Fokus – allerdings oft als Schlagwort, nicht als alltagsnahe Kompetenz. Das Ergebnis: Emotionen werden gerade im Berufsalltag nach wie vor meist verdrängt oder übergangen. Damit verlieren wir jedoch einen wichtigen Schlüssel zu unserer Potenzialentfaltung, unserer Kreativität, Motivation, Selbstwirksamkeit und Lebenszufriedenheit.
Fördere deine eigene Feldforschung und Weiterentwicklung: mithilfe Mood Meter und RULER
Marc Bracketts Forschung mit Tausenden von Menschen zeigen: Indem wir Emotionen verdrängen, nehmen wir beispielsweise Langeweile oder Stress als gegeben hin. Ärger und Frust werden heruntergeschluckt, Müdigkeit durch Kaffee/Energydrinks kompensiert – und Neugier wird unterdrückt, um Routine und Effizienz zu wahren. Auf Dauer führt das zu fehlender positiver Weiterentwicklung, zu Erschöpfung, Leistungsabfall und dem Gefühl, den Sinn aus den Augen zu verlieren.
Das RULER-Programm (Recognizing, Understanding, Labeling, Expressing and Regulating Emotions) setzt genau hier an: Emotionen werden nicht als Störfaktor, sondern als wichtiger Quelle zu Klarheit, Motivation, Kreativität und innerer Balance verstanden.
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Wir empfehlen dir, den Mood Meter speziell als Grundlage für deine Feldforschung/Wahrnehmung und darauf aufbauenden Arbeitshypothesen und Experimente zu nutzen.
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Permission to Feel legen wir dir als Lektüre ans Herz. Es ist ein großartiger Einstieg in die Forschungs- und Lehrtätigkeit von Marc Brackett, Ph.D. und verdeutlicht, wie wichtig Emotionen als Informationsquelle sind, um sich selbst und andere besser zu verstehen und das eigene Leben aktiv zu gestalten.
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Wir freuen uns, wenn dich Marc Brackett und seine Arbeit inspirieren und helfen. Vielleicht möchtest du davon auch etwas weitergeben an andere, die wie du zu mehr Potenzialentfaltung unterwegs sind. In unserer Rakkanteki Community hast du dazu gute Gelegenheit. Abonniere den Newsletter, um mehr zu erfahren.