Zum Hauptinhalt springen

Was dein Experiment sein kann und was sicher nicht:

Mai 19, 2026

Was du alles zu einem Experiment machen kannst

Viele Menschen verbinden den Begriff Experiment mit Labor und Naturwissenschaft. Doch im Kern bedeutet »experimentieren« nichts anderes, als systematisch Neues auszuprobieren, Erfahrungen zu reflektieren und daraus zu lernen. Genau das macht Experimente auch im persönlichen und beruflichen Alltag so wertvoll.

Fast jeder Aspekt deines beruflichen und persönlichen Bereichs eignet sich für ein Experiment. Du willst wissen, wie du regelmäßig bessere Newsletter für dein Unternehmen verfassen kannst? Mache ein Experiment. Du möchtest gerne lernen, deinen Mitmenschen – Familie, Freunden, Teammitgliedern besser zuzuhören. Stelle ein Experiment dazu auf. Du willst herausfinden, welcher Sport gut zu dir passt und dir das Dabei bleiben leicht macht, mache …du weißt schon …Solche Experimente funktionieren, weil sie auf Neugierde statt auf Druck setzen – eine Grundvoraussetzung für nachhaltige Veränderung.

Was ein Experiment nicht ist

>>

Die Suche nach deinem einzigartigen Sinn:

Vor allem in den letzten Jahren ist es zu einer Art Breitensport geworden, nach dem einzigartigen Sinn, dem einen besonderen Purpose zu suchen, der einen auszeichnet und bewegt. Einzelne suchen danach, Teams, Projektschaffende und ganze Konzerne tun es. Mal abgesehen davon, dass viele der gerade von Unternehmen formulierten Purposes dann am Ende recht floskelhaft klingen, legen wir dir nahe: Statt nach dem einen großen Sinn/Purpose zu suchen, beginne lieber pragmatisch zu experimentieren.

Verschiedene Experimente, die du jeweils zu einem für dich bedeutenden Zweck durchführst (LINK) tragen der Tatsache Rechnung, dass wir Menschen nicht nur ein einziges, sondern multiple persönliche Potenziale haben, die wir entdecken und entfalten können, um damit für andere und uns selbst etwas Positives zu bewirken. Schon deshalb schränkt uns die Suche nach diesem einen Sinn nicht nur ein, sie raubt uns Energie und enttäuscht uns, wenn wir nicht finden, was wir erwarten. Die Erfahrung zeigt zudem: je mehr man experimentiert, umso größer die Chance, dass sich die Zwecke unterschiedlicher Experimente verbinden können und so mit der Zeit auch umfassendere Zwecke emergieren, die zuvor gar nicht erdacht werden konnten.

>>
Eine neue Routine (zumindest am Anfang nicht):

Neue Routinen, die man für sich einführen will, gehen oft mit berühmten guten Vorsätzen einher: Kreativer, produktiver und erfolgreicher arbeiten, gesünder essen, endlich mehr Sport treiben…

Und wie das so ist mit den guten Vorsätzen, fällt man meist schnell wieder in die alten Muster zurück, weil sich die erhofften messbaren Erfolge nicht sofort einstellen und der innere Schweinehund zuschlägt.

Ein konkretes Experiment besteht immer aus mehreren Versuchsdurchläufen und ist zeitlich begrenzt. Solltest du aber im Rahmen eines Experiments herausfinden, dass dich eine Tätigkeit wirklich interessiert und positive Effekte für dich hat, kannst du daraus für dich natürlich eine Routine ableiten und sie in deinen Alltag integrieren. Das Gute daran ist, dass deine bereits vorliegenden Erkenntnisse es dir in diesem Fall deutlich leichter machen, die Routine auch beizubehalten.

>>
Dein großer Sprung in neues Terrain:

Ein Experiment sollte für dich niemals ein Großprojekt sein, dass Unmengen von Zeit und Ressourcen bedarf und von dem du eine sofortige, umfassende Lebensveränderung erwartest. Es ist kein großer Sprung, von dem sprichwörtlich so oft die Rede ist. Denke es dir vielmehr als Brücke, die du ausgehend von deiner jetzigen Situation ein Stück weit in die Zukunft baust, um damit deinen eigenen Weg kreativer und selbstbestimmt zu entwickeln. Starte den Experiment also lieber überschaubar, damit deine Zeit und Mittel nicht unterwegs ausgehen.

>>
Bitte auch nicht: Der Beginn, deine große Leidenschaft zum Beruf zu machen

Viele träumen davon, ihre Leidenschaft oder ihr Hobby zu ihrer beruflichen Tätigkeit zu machen. Doch dieses Ansinnen zum Zweck deines Experiments zu machen, setzt dich sehr unter Druck. Du solltest all deine Experimente möglichst frei, offen und forschend angehen – nicht mit dem festen Ergebnis im Kopf, dass dein Experiment unbedingt und möglichst direkt zu einem beruflichen Start und Erfolg führen muss. Noch dazu: Läuft etwas im Experiment nicht so, wie du es dir gewünscht hast, besteht die Gefahr, dass du schnell und enttäuscht aufgibst. Damit aber entgehen dir nicht nur weitere Lernerfahrungen und Entwicklung, du verlierst schlimmstenfalls auch die Freude an etwas, das deine Leidenschaft war.


Was dir hilft, ein gutes Experiment für dich zu entwerfen und durchzuführen:

>>
Starte damit, dich selbst in deinem beruflichen und/oder privaten Umfeld anders wahrzunehmen und entdecke dabei, was dich besonders neugierig macht und reizt, ein Experiment dazu aufzustellen.

>>
Formuliere dir eine Arbeitshypothese und entwerfe darauf aufbauend dein erstes, überschaubares Experiment.

>>
Abonniere unseren Newsletter, um noch mehr Know-how und Tipps dazu zu erhalten und die Termine für unsere Rakkanteki Community Meetups zu erfahren. In unseren Meetups kannst du dich mit anderen und uns u.a. darüber austauschen, wie sich Experimente mit passenden Umfang aufstellen lassen.

Veröffentlicht in den Kategorien: , ,