Systems Thinking, Systems Doing

Immer wieder fragen uns Unternehmer*innen und Selbstständige, warum systemische Denk- und Vorgehensweisen für ihre Unternehmens- und Potentialentwicklung wichtig sind und sie zukunftsfähiger machen als nur die üblichen, analytischen Denk- und Handlungsmuster. Hier ein Einstieg für alle, die die Grenzen üblicher Analyse- und Optimierungswege kennen wollen, um sie mit System erfolgreich zu überwinden. Wir starten mit:

Dem üblichen Dreiklang: Analysieren, fokussieren, optimieren.
Unternehmer*innen und Selbstständige kennen es: man schaut auf Unternehmen und Geschäftslage und stellt fest, dass es besser laufen könnte – nicht so läuft, wie es soll. Dann folgt im nächsten Schritt die Suche. Man gibt sich alle Mühe, möglichst punktgenau zu analysieren, an welcher Stelle es »hakt«. Häufig fällt dabei die Entscheidung auf die Bereiche Marketing/Kommunikation (»nicht hip genug, zu wenig digital und Social Media«), auf Produkte/Services (»da müssten wir mal verbessern oder Neues machen«), auf die Geschäftsstrategie an sich (»die Konkurrenz macht da inzwischen was anders«), auf die Zusammenarbeit oder auf eine spezielle Kostenstelle (»das müssen wir unbedingt reduzieren«).

Oder aber: man bemerkt gar, dass das Problem aus dem Umfeld herrührt. Der ganze Geschäftsbereich hat sich deutlich verändert (»Ist das noch digitaler, globaler Wandel oder schon Disruption?«). Doch auch in diesem Fall schließt man als erstes gerne analysierend an: welche Stelle im eigenen Unternehmen muss verändert werden, um den Marktanschluss nicht zu verlieren und erfolgreich weiter machen zu können? Braucht es ein neues Produkt, neue Services? Digitale Verkaufskanäle? Gar eine neue Strategie,…? Die Analyse führt dann zur Fokussierung auf das Analyseergebnis: hier, genau hier an dieser gefundenen Stelle ist anzusetzen und zu verbessern, und zwar zügig. Damit es optimiert ein Stück weiter voran geht.

Jedoch trennen wir so etwas voneinander, was in Realität nicht zu trennen ist. Das führt zu suboptimalen Ergebnissen und auf Dauer in die Sackgasse.
Tatsache ist: unser Denkmuster von einer Stelle, einem einzelnen Problem inmitten einzelner Unternehmensteile (Abb.1), das betrachtet und angepackt werden muss, geht fehl. Tatsächlich sind alle Aspekte und Bereiche eines Unternehmens systemisch verbunden und stehen aufgrund dieses Systemzusammenhangs (Abb. 2) in permanenter Interaktion sowie, wenn es gut läuft, in gegenseitiger Ergänzung.

Nehmen wir in einem fokussierten Bereich (z.B. Marketing/Kommunikation) Änderungen zum Zweck der Verbesserung des gesamten Systemzusammenhangs vor, passiert daher schnell, dass die durchgeführte Maßnahme gar nicht richtig zum gesamten  Systemzusammenhang passt. So ergeben sich, früher oder später, letztlich aber garantiert negative Auswirkungen auf das Gesamtsystem Unternehmen.
Einfaches Beispiel: Eine erweiterte, stärkere Marketingkommunikation führt im ersten Schritt zu mehr Nachfrage, die im zweiten Schritt vom gleich gebliebenen Servicebereich/Produktionsbereich gar nicht schnell genug befriedigt werden kann. Das schafft zuerst Frust und dann Abwanderung – nicht nur bei neu gewonnenen, sondern oft auch bei Bestandskunden. Oder: es passiert von vorne herein trotz Veränderungmaßnahme zu wenig, weil der nicht mitbedachte, systemische Gesamtzusammenhang die beabsichtigte Einzelbereich-Verbesserung direkt ausbremst.

Natürlich kann es, zumindest vorübergehend, zu begrenzten Verbesserungen kommen. Doch inmitten des durch digitale Transformation, Globalisierung und ökologische Gebot getriebenen Wandels und einhergehender Disruption um uns herum hilft dies nur noch kurzfristig. Schlimmer noch: Durch die übliche optimierende Vorgehensweise bei alleinigem Beibehalten der bisherigen Spur werden einzigartige Unternehmenspotentiale weiterhin nicht gesehen und genutzt. Neue Möglichkeiten durch veränderte oder neu entstehende Bedürfnisse am Markt können so nicht frühzeitig aufgegriffen werden. Zukunftsträchtige Nischen werden nicht entwickelt. Schlecht, nicht nur für das Unternehmen und die damit verbundenen Menschen, sondern für das ganze Umfeld, das ebenfalls durch bessere Potentialnutzung und dadurch entstehende innovative, sinnvolle Lösungen profitieren könnte.

Die Frage ist also: Gibt es eine Alternative für zukunftsfähige Entwicklung statt nur in »Einzelbereichen« zu optimieren?
Einen Weg, der »Problemstellen« dauerhaft anpackt und auflöst, statt sie nur kurzfristig zu fixen? Der die Unternehmensperformance in ihrem Gesamtzusammenhang um ganze Level anhebt statt nur ein kleines Stück weiter voran zu optimieren? Eine Lösung, die Unternehmen ihr volles Potential entfalten und einzigartige Nischen und Positionen entwickeln lässt. Eine, die evolutionär, sprich: stabiler und innovativer/agiler und damit dauerhaft zukunftsfähig macht?

Ja, die gibt es – und zwar auf dem systemischen Weg:
Dazu nochmals zum systemischen Gesamtzusammenhang, den jedes Unternehmen betreffend seiner Strategien, Funktionen, Strukturen und Prozesse aufweist (Abb.4). Dieser Systemzusammenhang, d.h. das miteinander Funktionieren und sich gegenseitige Ergänzen der verschiedenen Bestandteile eines Unternehmens, bestimmen letztlich die Qualität seiner Gesamtperformance. Jedes wirklich effektive, effiziente Auflösen von Problemlagen sowie jede Performancesteigerung um ganze Level verlangt daher statt Optimieren einer Einzelstelle die Betrachtung und ein in sich stimmiges ReDesign des Systemzusammenhangs des Unternehmens. Im Rahmen des ReDesigns sind dabei alle Bereiche, von Strategie über Produkte/Services und Strukturen/Prozesse in Bezug zueinander zu sehen und zu setzen, damit das Gesamtsystem Unternehmen schließlich deutlich mehr als die Summe seiner Teile hervorbringen kann.

Dazu beginnen wir mit der systemischen statt mit der gewohnten analytischen/zerlegenden Betrachtung unseres Gesamtsystems Unternehmen. Wir betrachten es als Teil seines größeren Umfelds, als Teil der ökonomischen und gesellschaftlichen Prozesse um uns herum. Und fragen uns: Welchen Sinn und Zweck, neudeutsch: welchen Purpose hat unser Gesamtsystem Unternehmen in diesem Kontext? Welchen Sinn und Zweck sollte es in Anbetracht unserer Kompetenzen, besonderen Stärken und Themen sowie angesichts der Veränderungen im Umfeld mit vielen latenten Bedürfnisse bestmöglich haben? Kurz: Warum und wozu, für welche Wertschöpfungen für Menschen innerhalb und außerhalb des Unternehmens sollte es idealerweise heute und künftig da sein? Das ist der erste Schritt zur Entwicklung der Idealposition des Unternehmens.

Kreativ werden statt reaktiv bleiben
Die Idealposition (Abb. 5) ist die Position im Kontext/Markt, die das Unternehmen bestmöglich aus heutiger, zukunftsgerichteter Sicht einnehmen sollte. Doch nicht nur das. Sie gibt Ihnen und Ihrem Unternehmen eine klare Ausrichtung und Priorität bezüglich aller zu treffenden (Entwicklungs)Entscheidungen. Sie verleiht damit Stabilität und ist gleichzeitig die stete Aufforderung, couragierter über die eigenen Möglichkeiten und die des verbundenen Unternehmens zu reflektieren. Sie ist Ihr Weg, im Wandel nicht nur zu reagieren, wie so viele es tun, sondern sich mit allen Potentialen stets innovativ entwickelnd sowie entscheidend aus eigenem Gestaltungsdenken bewusst eine einzigartig erfolgreiche Position zu schaffen. Ganz im Sinne des bekannten Zitats »Die beste Art, die Zukunft vorauszusagen, ist sie zu gestalten.«

Um die Idealposition und, darauf aufbauend, die zu ihrem Erreichen notwendigen Business-Strategien, Produkte, Strukturen und Prozesse für Ihr Unternehmen zu entwickeln und zu implementieren, brauchen Sie elementare systemische Wissensgrundlagen, iterative Design-Methodik und Tools. All diese (Abb.5), die Ihre gewohnten, analytischen Vorgehensweisen entscheidend ergänzen, vermitteln wir Ihnen im Rahmen unserer Rakkanteki Mentorings, Learn-Ins und Workshops.

Einfach einsteigen und (sich) einzigartig erfolgreich entwickeln – mit dem Rakkanteki Lernsystem
Auf Basis unserer langjährigen Erfahrung bringen wir die elementaren systemischen Wissensgrundlagen, Methoden und Tools  in einzigartige Kombinationen, damit Sie sie in übersichtlicher Zeit erlernen und für sich einsetzen können. So können Sie inmitten des Wandels Ihr Potential voll entfalten und sich damit stets aus eigener Kraft zukunftsfähig aufstellen und weiterentwickeln.

Alle unsere Workshops und Learn-Ins bieten Ihnen systemische Grundlagen, die sich gegenseitig ergänzen. Speziell für unsere Workshops haben wir das Rakkanteki-Lernsystem (Abb.6) entwickelt. Es erlaubt Ihnen, immer genau dort ins systemische Lernen einzusteigen, wo Sie gerade stehen. Von da aus können Sie sich, je nach Ihrem Ziel, Zweck und Zeitplan, logisch im Lernsystem weiterbewegen und sich so nach und nach sinnvoll ergänzendes Wissen und Know-how aneignen.

Und noch ein Vorteil: Sie lernen »ein für alle Mal«. Da unsere Unternehmen systemisch sind und bleiben, können Sie mit Rakkanteki gelerntes Wissen, Methoden und Tools immer wieder nutzen – ganz ohne Verfallsdatum.

Einfach einsteigen können Sie schon ab Januar 2020 mit unseren Learn-Ins und den beiden Workshops About Purpose: zukunftsfähig mit System_Sinn & Zweck klären sowie Digitale Transformation nutzen. 

Mehr Details dazu gibt es demnächst hier im Blog oder gerne vorab im persönlichen Gespräch. Kontaktieren Sie uns einfach Kerstin Döweler.