Miteinander geht es besser
Ohne Umfeld keine Potenzialentfaltung
Wir Menschen sind hochkomplexe bio-psycho-soziale Systeme. Ob Atmung oder Mikrobiom – ohne den ständigen Austausch mit unserer Umgebung geht es nicht. Auch deine bisher noch nicht zutage getretenen persönlichen Potenziale lassen sich vor allem durch Impulse aus deinem Umfeld, z.B. durch Anregung von Mitmenschen, besser erkennen und entfalten. Für dein Experimentieren, für deine berufliche und persönliche Weiterentwicklung Kollaborationen und kontinuierlichen Austausch mit anderen zu suchen und zu stärken, ist daher nicht irgendeine Nebenher-Aufgabe, sondern essentielles Hegen und Pflegen deines »Social Soil«.
Entdecke sozialen Flow
Flow-Moment oder »im Flow sein« als Zustand und Gefühl des fokussierten, völligen Aufgehens in einer Tätigkeit sind heute bekannte Begriffe, einst geprägt durch den Psychologen Mihaly Csikszentmihalyi.
Während sich seine Forschungsarbeit allerdings vor allem auf Flowzustände bei alleiniger Arbeit konzentrierte, haben weiterführende Studien in verschiedenen Tätigkeitsbereichen inzwischen gezeigt, dass durch bewusstes Interagieren/Kollaborieren mit anderen Menschen Flow noch besser und tiefergehender entstehen kann. Der Austausch von Perspektiven und Wissen belebt das eigene Denken, inspiriert und schärft Blick und Gespür für deine eigenen Entwicklungsprozesse. Sozialer Flow ist so in der Lage, einzelne Ergebnisse deiner Experimente wie auch dein experimentelles Vorgehen, deine Erfahrungen und dein Wohlbefinden insgesamt positiv zu beeinflussen.

Bündeln bringt’s
Klar, heute ist jede Information nur einen Click entfernt, Wissen für jeden ständig verfügbar. Doch nach wie vor bringt gerade der lebendige Austausch zwischen Menschen aus unterschiedlichen Fachbereichen mit vielfältigen Kompetenzen auf Basis von menschlicher Empathie und Kreativität neue, herausragende Ansätze und Synergien hervor, die alleine nicht zu erzielen sind. Kein Wunder also, dass gerade Wissenschaftler und Künstler durch die Jahrhunderte immer wieder neue, kreative Zirkel gegründet haben, ohne die unzählige wegweisende Arbeiten nicht entstanden wären. Stellvertretend seien hier nur Vereinigungen wie Der Blaue Reiter, Dada oder auch Albert Einsteins »Kaffeeklatsch« genannt.
Lerneffekte
Kollaboration mit dem Umfeld und insbesondere kontinuierliches Feedback fördern deine Lernprozesse. Andere Menschen sind aufgrund ihrer Sichtweisen und Erfahrungen in der Lage, Möglichkeiten, Stärken, aber auch Schwächen und Fallstricke eines Projekts zu identifizieren, die dir selbst noch verborgen sind. Wenn du bewusst Feedback von anderen suchst und es sachlich distanziert als notwendige Daten betrachtest, kannst du schneller und vor allem umfangreicher aus all deinen Experimenten lernen. Du verschaffst dir zudem mehr Möglichkeiten, deine Neugier wecken zu lassen und deinen Entwicklungsprozess in zuvor ungeahnte Richtungen zu bringen.
Gemeinsam weiter gelangen
Eine alte Weisheit lautet: »Es kommt nicht darauf an, was du weißt, sondern wen du kennst.« Ich bin der Meinung, es zählt beides. Doch natürlich ist der Effekt guter, dauerhafter Beziehungen zum Umfeld – heute oft Ökosystem genannt – kaum zu überschätzen. Allerdings sollte dabei vor allem die Qualität und Vertrauensbasis von Verbindungen ausschlaggebend sein, nicht einfach die Reichweite. Nur der Austausch von Businessdaten und -positionen sowie übliches Netzwerken bleiben oft zu oberflächlich, um tatsächlich gemeinsam über sich hinauswachsen und sich dabei auch persönlich weiterentwickeln zu können. Regelmäßiger Austausch auf der Basis individueller Experimente und Neugier ist dagegen in der Lage, von Anfang an vielseitiges, tiefergehendes, Interesse, kreative Energien und Motivation zu erzeugen. So können auch wenige, vertrauensvoll verbundene Personen mit den von ihnen ausgehenden Beziehungen zum weiteren Umfeld oft stärkere Systemeffekte erzeugen und weiter gelangen als andere, die noch heute vor allem auf Masseneffekte setzen. Das Zitat der Anthropologin Margaret Mead, »Never doubt that a small group of thoughtful, committed citizens can change the world: Indeed, it’s the only thing that ever has«, ist nicht umsonst zeitlos.
Um einzigartige Kollaborationen und Austausch auf den Weg zu bringen, reicht es übrigens nicht, wen zu kennen – es ist wichtig, dass Menschen auch dich kennen. Und zwar nicht, weil du unablässig zum Information Overload beiträgst, sondern weil das, was du entwickelst und einbringst für Menschen in deinem Umfeld tatsächlich einen bedeutenden, spürbaren Unterschied für ihr Leben bewirkt. Besondere Gelegenheiten dazu geben dir insbesondere das kontinuierliche Experimentieren mit Growth Mindest und ein damit einhergehender Wissens- und Erfahrungsaustausch mit deinem Umfeld. Kurz gesagt: »Keep your garage door open.«
In langjähriger Zusammenarbeit mit vielen Kunden und Kollegen habe wir immer wieder die Erfahrung gemacht, dass gerade auf Basis klein gestarteter Experimente und früher Einbeziehung vertrauter Menschen aus dem Umfeld außergewöhnliche Projekte und Geschichten entstehen können, die erstaunliche exponentielle Kreise ziehen, begeistern und im Alleingang nicht denkbar gewesen wären.
Mehr Sicherheit
Offen sein, mit Growth Mindest der eigenen Neugier zu folgen und zu experimentieren fällt nicht immer leicht, erst recht nicht in unsicheren Zeiten. Berufliche und persönliche Potenzialentfaltung braucht Ermutigung, gerade wenn der Weg ungewiss ist. Viele straucheln in solcher Situation – vor allem, wenn sie denken, alles allein und möglichst verborgen vor anderen tun zu müssen. Beim Experimentieren mit deinem Umfeld zu arbeiten heißt dagegen, dir von Anfang an einen Kreis von Menschen aufzubauen, der interessiert und stärkend dabei ist, gerade auch wenn dir etwas schwerer fällt, der auch da ist, wenn es nicht läuft wie gedacht, der einiges auf den Weg bringen kann, das alleine nicht funktioniert.
Lernen, Entwickeln und Wachsen in guter Verbindung – das kannst du daher natürlich auch heute schon im Rahmen unserer Rakkanteki Community von und für Entdecker- und Entwickler:innen, die regelmäßig online in Meetups zusammenkommen, um ihre Gedanken und Erfahrungen auszutauschen. Abonniere unseren Newsletter, um damit auch die nächsten Meetup-Termine zu erfahren.